Mit Achim Bröhenhorst
Datum: 20. Oktober 2025
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Angehörige der rechtsextremen Szene begehen zumeist über kurz oder lang Straftaten und kommen mit dem Gesetz in Konflikt. Dabei erfahren jene, die zu Haftstrafen verurteilt worden sind, immer wieder organisierte Unterstützung von verschiedenen Gruppierungen der rechten Szene.
Mit der 1979 gegründeten „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V.“ (HNG) konnte eine der wichtigsten und bekanntesten Organisationen aus diesem Spektrum in Deutschland bis zu ihrem Verbot 2011 mehr als 30 Jahre Unterstützung leisten, die Angehörigen in ihrer Ideologie bestärken und damit unter anderem dem Resozialisierungsgedanken entgegenstehen. Auch nach 2011 gab und gibt es Zusammenschlüsse, die diese Arbeit und Angebote fortführen.
Der Vortrag wirft einen Blick auf ebensolche Unterstützungsnetzwerke in Vergangenheit und Gegenwart und zeigt, dass diese Zusammenschlüsse dem Versuch der Aufrechterhaltung der rechtsextremen Ideologie dienen sollen. Ebenso soll darüber die „gelebte Kameradschaft“, wie es in der Szene selbst heißt, verdeutlicht werden. Dabei geht es beispielsweise um die Organisation von Anwält*innen, Bereitstellung von Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten bzw. Wohnungen und die finanzielle Unterstützung von Gefangenen sowie Angehörigen.
Im Vortrag werden verschiedene Herausforderungen solcher rechtsextremen Strukturen für Zivilgesellschaft und staatliche Institutionen dargestellt, welche eines genauen Blicks von Polizei, Justiz und Sozial- bzw. Bildungsarbeit bedürfen.
Zur Person
Achim Bröhenhorst arbeitet seit 2014 im niedersächsischen Justizministerium/Landes-Demokratiezentrum im Bereich Rechtsextremismusprävention und politische Bildung.
Das Webinar war Teil der Reihe „Rechtextremismus hinter Gittern – Geschichte, Gegenwart und Gefahrenpotenzial“, veranstaltet vom Lernort Keibelstraße und dem Polizeihistorischen Institut der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg.
