Führungen
Jeden dritten Sonntag im Monat bieten wir von 12−14 Uhr eine öffentliche Führung an. Wir bitten um eine formlose Anmeldung an anmeldung@keibelstrasse.de bis spätestens Donnerstag 16.00 Uhr mit folgenden Angaben: Anzahl und Name der Personen.
Für Erwachsenengruppen zwischen 5 und 25 Personen bieten wir kostenlose Individualführungen in deutscher und englischer Sprache an. Bitte wenden Sie sich mit einem Terminwunsch an: anmeldung@keibelstraße.de.
Group tours
We offer free guided tours in English for adult groups of between 5 and 25 people. Please register for this at anmeldung@keibelstrasse.de or call 030 – 28 09 80 11. Further information
Visites de groupes
Nous proposons des visites guidées gratuites en français pour les groupes d’étudiants de 10 à 30 personnes et d’adultes de 5 à 25 personnes. Veuillez vous vous inscrire sur anmeldung@keibelstrasse.de. Plus d’informations
Die Führungen im Jahr 2026 finden statt am:
21. Juni, 12-14 Uhr
19. Juli, 12-14 Uhr
16. August, 12-14 Uhr
20. September, 12-14 Uhr
18. Oktober, 12-14 Uhr
15. November, 12-14 Uhr
20. Dezember, 12-14 Uhr
Bitte melden Sie sich hierfür unter anmeldung@keibelstraße.de an.
Zielgruppen- und themenspezifische Lernwerkstätten
Erwachsenen bieten wir an, eigenständig auf Spurensuche zu gehen: Erforschen Sie mithilfe von Vollzugsakten und videografierten Interviews, wie es zu den Tatvorwürfen und der Inhaftierung in der Keibelstraße kam und wie die Inhaftierten dort behandelt wurden. Führen Sie selbst ein Gespräch mit einer Zeitzeugin oder einem Zeitzeugen durch oder setzen Sie sich mit dem Rechtssystem in der DDR – etwa den weitreichenden Befugnissen von Staatsanwält*innen oder den geringen Handlungsspielräumen von Rechtsanwält*innen – auseinander.
Bitte kontaktieren Sie uns, wir stellen gern ein passendes Angebot für Sie zusammen.
Mindestanzahl der Teilnehmenden: 7 Personen
Für 2026 bietet der Lernort Keibelstraße folgende Sonderformate an:
Auf den Spuren von Inhaftierten in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt Keibelstraße
Eine Kooperation mit der Volkshochschule Berlin-Mitte
Eine Führung durch die ehemalige Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums des Innern der DDR thematisiert die Geschichte des Ortes und die Bedingungen, unter denen die Häftlinge in der Ost-Berliner Keibelstraße einsaßen: Wie gestaltete sich der Alltag für die Inhaftierten? Welche Behandlung erfuhren die Gefangenen und wie waren ihre Zellen eingerichtet?
Im Anschluss an die Führung beschäftigen sich die Teilnehmenden mittels videografierten Zeitzeug*inneninterviews und Vollzugsakten mit den Haftbiografien ehemaliger Häftlinge, deren Strafvorwürfe von Diebstahl privaten oder sozialistischen Eigentums, über vermeintlich „asoziales“ Verhalten bis hin zu versuchter Republikflucht reichten.
Termin: Samstag, 10.10.2026, von 12-14 Uhr.
Die Zentrale des Mauerbaus, das Präsidium der Volkspolizei und die Untersuchungshaftanstalt Berlin-Mitte
Unweit des Alexanderplatzes organisierte im August 1961 ein mehrköpfiger Einsatzstab den Bau der Berliner Mauer. Im zweiten Stock des Präsidiums der Volkspolizei in der Keibelstraße planten die Mitarbeiter der Zentrale des Mauerbaus unter der Leitung von Erich Honecker, dem damaligen Sekretär im Zentralkomitee der SED für Sicherheitsfragen, die Sicherungs- und Propagandamaßnahmen. Sie steuerten die Abriegelung der Grenze zu West-Berlin und den Aufbau der Grenzanlagen durch Kampfgruppen, Nationale Volksarmee, Staatssicherheit und Volkspolizei.
In einem Querriegel innerhalb des Polizeipräsidiums befand sich zudem ein Untersuchungsgefängnis, in dem zwischen 1951 und 1990 Männer und Frauen wegen verschiedener Tatvorwürfe inhaftiert waren: wegen als kriminell eingestufter Vergehen wie Diebstahl oder wegen politischer Delikte wie vermeintlicher „Asozialität“ oder „Staatsfeindlicher Hetze“.
In der Sonderführung des Lernorts Keibelstraße, getragen von der Agentur für Bildung, Geschichte und Politik e.V., werden die Geschichte des Präsidiums der Volkspolizei und des Untersuchungsgefängnisses in der Keibelstraße mit einem Fokus auf den Mauerbau und Flucht thematisiert.
An der ca. zweistündigen Führungen (Führung 45 Minuten plus Zeit um den Ort selbst zu erkunden) können maximal 25 Personen teilnehmen. Die Führung ist kostenlos.
Termin: Samstag, 15.08.2026, Uhrzeit: 14 Uhr
Wir bitten um eine formlose Anmeldung mit folgenden Angaben: Vor- und Nachname aller Personen bis spätestens 13.08.2026 unter anmeldung@keibelstrasse.de oder 030 – 28 09 80 11.
Versteckt & Verschwunden. Zwei Gefängnisse im ehemaligen Ost-Berlin – eine Erkundung
Eine Kooperation mit: Barnimstraße 10 – Hörweg durch ein verschwundenes Frauengefängnis / KidBike e.V.
Zwei Orte, die kaum sichtbar sind. Eine Geschichte, die bis in die Gegenwart wirkt.
Zwei Gefängnisse inmitten der Stadt, in denen zu DDR-Zeiten Menschen aus unterschiedlichen Gründen inhaftiert waren. Das eine ist geblieben, verborgen in einem Verwaltungsgebäude. Das andere ist verschwunden.
Das Untersuchungsgefängnis in der Keibelstraße und das Frauengefängnis Barnimstraße erzählen von einem System, das festlegte, wer dazugehört und wer nicht, was erlaubt ist und was bestraft wird. Es geht um Abweichung und Anpassung, um Kontrolle, um Entscheidungen, die nicht frei sind.
Und um die Fragen, die bleiben: Was ist erinnerungswürdig? Was bleibt? Und was verschwindet?
In der Keibelstraße stehen die Räume noch, Zellen, Flure, Türen, ein Bau aus dem Jahr 1951, mitten in der Stadt. In der Barnimstraße ist nichts geblieben, das Gefängnis von 1864 wurde abgerissen. Ein künstlerischer Hörweg führt in die Wahrnehmung der Frauen: ihre Stimmen, ihre Gedanken, ihre Entscheidungen.
In etwa 120 Minuten bewegen Sie sich zwischen diesen beiden Orten, zwischen Verstecktem und Verschwundenem, zwischen dem, was war, und dem, was bleibt.
Termine 2026
5. Juli, 11–13 Uhr
13. September, 11:30–13:30 Uhr
8. November, 13–15 Uhr
Start: Lernort Keibelstraße, c/o Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Bernhard-Weiß-Straße 6, 10178 Berlin
Ende: Barnimstraße, Verkehrsschule Friedrichshain, Weinstraße 2, 10249 Berlin
Buchung: anmeldung@keibelstrasse.de
