Mit Dr. Florian Schikowski
Datum: 4. März 2026
Uhrzeit: 15 bis 16 Uhr
Zum Workshop
Die 1979/80 gegründete Partei „Die Grünen“ verstand sich als parlamentarischer Arm von Protestbewegungen. Die Friedensbewegung war neben der Umwelt- und der Anti-Atomkraftbewegung eine ihrer zentralen Wurzeln. In der Angst vor der Zerstörung der Lebensgrundlagen durch eine mögliche atomare Verwüstung Europas verbanden sich gleich mehrere Themen, die eine neue Protestgeneration politisierten. Die nuklearen Nachrüstungsdebatten um den NATO-Doppelbeschluss gaben den Grünen Auftrieb. Doch nicht nur in der Bundesrepublik mobilisierten diese Ängste junge Menschen, sondern auch östlich des Eisernen Vorhangs entstanden in der DDR – unter politisch völlig anderen Bedingungen – Gruppen, die sich mit den gleichen Sorgen wie die Grünen im Westen beschäftigten. Die Grünen standen diesen Gruppen genauso wie der deutschen Teilung uneindeutig gegenüber: Sie wollten Solidarität mit den kriminalisierten Friedensgruppen in der DDR üben, aber gleichzeitig auch die offiziellen deutsch-deutschen Beziehungen entspannen.
Die Veranstaltung behandelt die Geschichte der Grünen im Spannungsfeld zwischen einseitigen Abrüstungsforderungen, blockübergreifender Friedensbewegung und dem sich zuspitzenden Kalten Krieg der frühen 1980er-Jahre und liefert durch die Diskussion von Beispielquellen Impulse für die Bearbeitung des Abiturthemas „Friedensbewegung“ im Geschichtsunterricht.
Zur Person
Dr. Florian Schikowski ist Historiker. Er hat am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung zur Geschichte der Grünen promoviert und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundesarchiv.
Die Veranstaltung findet via zoom statt. Die Zugangsdaten werden Ihnen nach Anmeldung kurz vor der Veranstaltung zugesendet.
Anmeldeformular
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