Spurensuche
Die Lernenden erkunden mittels aktivierender Aufgaben auf Tablets die Geschichte des Untersuchungsgefängnisses in der Keibelstraße. Dabei finden sie Antworten auf Fragen wie: Aus welchen Gründen wurden Menschen in der DDR verhaftet? Wie verbrachten sie die Zeit im Gefängnis? Weiterhin untersuchen sie die Spuren der verschiedenen Nutzungsphasen der Haftanstalt und die damit verbundenen Veränderungen im Gebäude. Die Ergebnisse werden zum Schluss gemeinsam ausgewertet.
Für die Jahrgangsstufen 9−13
Dauer: 1,5 Stunden
Diese Lernwerkstatt bieten wir auch auf Englisch an:
Workshop for students: Searching for traces
Students explore the history of the site, various criminal allegations, and the conditions of detention in the remand prison on Keibelstraße. They also examine the various phases of use and their transformations (group size between 10 and 30 students).
The workshop is suitable for ages 15 and up.
Duration: 1.5 hours
Lernwerkstatt „Kriminalität in der DDR: Von Diebstahl bis Republikflucht“
Die Teilnehmenden erkunden die ehemalige Untersuchungshaftanstalt und setzen sich anhand historischer Quellen wie Auszügen aus Vollzugsakten und videografierten Zeitzeug*inneninterviews mit ausgewählten Straftatvorwürfen und den Haftbedingungen auseinander: Wer galt in der DDR als kriminell? Was warfen Polizei und Gerichte sogenannten „Asozialen“ und „Rowdys“ vor? Und wie verbrachten die Inhaftierten ihre Zeit im Gefängnis? In der Abschlussdiskussion werden die Ergebnisse ausgewertet, einschließlich einer quellenkritischen Analyse der Dokumente und Interviews.
Zur Nachbereitung des Besuchs steht Ihnen Material in zwei Schwierigkeitsstufen (einfach und schwierig) zur Verfügung.
Für die Jahrgangsstufen 9−13
Dauer: 3 Stunden
Lernwerkstatt „Macht und Herrschaft in der DDR“
Nach einer Erkundung der Haftanstalt erarbeiten sich die Schüler*innen anhand von Vollzugsakten oder Fotografien die grundlegenden Strukturen und Funktionsweisen der SED-Diktatur. Die Themen reichen von der sozialistischen Weltanschauung über die politisch-ideologische Lenkung junger Menschen in der Schule bis hin zu zentralen Aspekten wie der Stellung und dem Selbstverständnis der SED, den Methoden des Ministeriums für Staatssicherheit, den Merkmalen des Rechtssystems sowie der Funktion des Abschnittbevollmächtigten der Deutschen Volkspolizei.
Für die Jahrgangsstufen 9−11
Dauer: 3,5 Stunden
Lernwerkstatt „Repression und Opposition in der DDR“
Nach einer Erkundung der Haftanstalt arbeiten die Schüler*innen in Gruppen zu verschiedenen Themen: Welcher Verfolgungs- und Herrschaftspraktiken bedienten sich die Staatssicherheit und die SED? Wie kritisierte Wolf Biermann in seinen Liedern die DDR? Wie protestierten die „Frauen für den Frieden“ gegen die Einbeziehung von Frauen in die allgemeine Wehrpflicht?
Mittels multiperspektivischen Quellen- und Bildungsmaterials lernen die Schüler*innen verschiedene Facetten oppositionellen und widerständigen Handelns sowie wichtige Akteur*innen der Bürgerbewegung kennen und erarbeiten sich ein umfassendes Bild des diktatorischen Charakters der DDR von den 1950er Jahren bis zu ihrem Ende.
Die Lernwerkstatt richtet sich an Oberstufenkurse.
Dauer: 4 Stunden
Lernwerkstatt „Jugend in der DDR“
Nach einer Begehung der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt Keibelstraße bearbeiten die Lernenden in Kleingruppen jeweils eine ausgewählte Jugendgruppe der DDR wie z. B. Punks, Heavy Metal oder Grufties. Historische Quellen wie Fotos, Zeitzeug*inneninterviews und Musiksongs ermöglichen einen Einblick in den Lebensstil und die Interessen dieser Jugendlichen. Dabei geht es um ihr Selbstbild und darum, wie Staat und Gesellschaft auf angepasste oder unangepasste Jugendliche reagiert haben.
In einer abschließenden „Expert*innenrunde“ erklären die Schüler*innen einander die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Jugendgruppen sowie das Ausmaß der erfahrenen staatlichen Repression alternativer Jugendlicher.
Für die Jahrgangsstufen 9−13
Dauer: 4 Stunden
Zeitzeug*innengespräch
Die Teilnehmenden sprechen mit einem*r ehemaligen Inhaftierten über seine*ihre Erfahrungen in der Keibelstraße. Sie entwerfen mithilfe von biografischen Texten eigene Fragen und führen das Gespräch selbstständig durch. Dabei lernen sie, die Aussagen der Zeitzeugin oder des Zeitzeugen kritisch einzuordnen und wie durch ein Zeitzeug*inneninterview Wissen über die Vergangenheit generiert wird.
Für die Nachbereitung finden Sie hier Anregungen.
Für die Jahrgangsstufen 9−13
Dauer: 4,5 Stunden
Lernwerkstatt „Die Friedensbewegung in der Bundesrepublik und der DDR in den 1980er Jahren“
Die Schüler*innen lernen verschiedene Gruppen, Personen und Aktionen der unabhängigen Friedensbewegung der DDR und der Friedensbewegung in der Bundesrepublik kennen. Sie beschäftigen sich etwa mit den „Frauen für den Frieden“ und ihrer Eingabe an Erich Honecker vom 12. Oktober 1982 oder mit der Friedensdemonstration im Bonner Hofgarten am 22. Oktober 1983. Was motivierte die Akteur*innen in Ost und West? Welche Handlungsspielräume hatten sie und wie standen sie miteinander in Verbindung?
Die Lernwerkstatt kann als Einstieg, Wiederholung oder als Vertiefung der Vorbereitung für das Abiturprüfungsthema im Land Berlin in den Jahren 2025/2026 im Fach Geschichte dienen.
Die Lernwerkstatt richtet sich an Abiturkurse.
Dauer: 3,5 Stunden
Projektwoche „Stop-Motion-Film“
Die Schüler*innen erstellen – begleitet von den Teamer*innen des Lernorts und mittels spezifischer App, Lego und Holzmodellen des Gefängnisses – einen Stop-Motion-Film. Sie setzen sich hierfür mit dem historischen Ort, verschiedenen Straftatvorwürfen und den Haftbedingungen im Untersuchungsgefängnis auseinander. Auf Wunsch kann ein Zeitzeug*innengespräch durchgeführt werden.
Für die Klassenstufen 4–7
Dauer: mind. 3 Tage
